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Softwarekenner

Buchhaltungssoftware im Vergleich: die besten Programme 2026

Programme für Belegerfassung, Bankabgleich, Umsatzsteuervoranmeldung und den Export an die Steuerberatung. Wir prüfen jedes Programm auf GoBD, E-Rechnung und DATEV-Anbindung.
Von Wolfram Eschenbach · Fachlich geprüft von Wolfram Eschenbach · Zuletzt aktualisiert am 22. Oktober 2026 · 14 Programme bewertet

Unsere Empfehlungen

Empfehlung der Redaktion 2026SOFTWAREKENNEREmpfehlungder Redaktion2026

Empfehlung der Redaktion

Redaktionswertung 4,4 von 5

Höchste Redaktionswertung der Kategorie, mindestens 4,3.

Preis-Leistungs-Tipp 2026SOFTWAREKENNERPreis-Leistungs-Tipp2026

Preis-Leistungs-Tipp

Redaktionswertung 4,1 von 5

Beste Wertung bei Preis-Leistung unter allen Programmen ab 4,0.

Beste Wahl für Selbstständige 2026SOFTWAREKENNERBeste Wahl fürSelbstständige2026

Beste Wahl für Selbstständige

Redaktionswertung 4,4 von 5

Höchste Wertung unter den Programmen für Selbstständige und Kleinstbetriebe.

14 Programme

Sortiert nach Redaktionswertung

14 Ergebnisse

  1. Platz #1

    Lexware Office

    Redaktionswertung 4,4 von 5

    von Haufe-Lexware GmbH & Co. KG

    Anbieter aus Deutschland

    Breite Cloudbuchhaltung für Selbstständige und kleine Betriebe, mit ELSTER-Modul, DATEV-Schnittstelle und E-Rechnung in beiden Formaten. Rechenzentren laut Anbieter in Frankfurt am Main.

    Preis ab
    7,90 € pro Monat
    Testphase
    30 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Selbstständige, Kleine Unternehmen mit Steuerberatung

    Stärken

    • E-Rechnung als XRechnung und ZUGFeRD laut Anbieter
    • Integriertes ELSTER-Modul für die Umsatzsteuervoranmeldung

    Schwächen

    • Preisseite nennt keine Jahrespreise
  2. Platz #2

    sevdesk

    Redaktionswertung 4,3 von 5

    von sevDesk GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Cloudbuchhaltung mit kostenloser Einstiegsversion, E-Rechnung in beiden Formaten und Schnittstellen zu DATEV und ELSTER. Gehostet laut Anbieter in Deutschland auf AWS.

    Preis ab
    9,90 € pro Monat
    Testphase
    Keine Angabe
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Selbstständige mit wenigen Rechnungen, Kleine Unternehmen

    Stärken

    • Kostenlose Version mit 3 Rechnungen pro Monat
    • XRechnung und ZUGFeRD erstellen und eingehende E-Rechnungen erkennen

    Schwächen

    • Wechselnde Aktionspreise erschweren den Preisvergleich
  3. Platz #3

    BuchhaltungsButler

    Redaktionswertung 4,2 von 5

    von BuchhaltungsButler GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Buchhaltung mit Fokus auf Automatisierung, DATEV-Export mit Belegverknüpfung und Umsatzsteuervoranmeldung ohne eigenes ELSTER-Zertifikat. Daten laut Anbieter in Frankfurt.

    Preis ab
    29,90 € pro Monat
    Testphase
    14 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Unternehmen mit vielen Belegen, Teams, die mit der Steuerberatung zusammenarbeiten

    Stärken

    • DATEV-Export, bei dem die Verknüpfung von Beleg und Buchung erhalten bleibt
    • Umsatzsteuervoranmeldung ohne eigenes ELSTER-Zertifikat

    Schwächen

    • Höherer Einstiegspreis als viele Konkurrenten
  4. Platz #4

    easybill

    Redaktionswertung 4,2 von 5

    von easybill GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Rechnungsprogramm aus Kaarst, stark im Onlinehandel mit Dutzenden Marktplatzanbindungen, E-Rechnung in beiden Formaten und DATEV-Übergabe. Eine Finanzbuchhaltung mit EÜR oder Bilanz ersetzt es nicht.

    Preis ab
    9,00 € pro Monat
    Testphase
    7 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Onlinehändler mit Shops und Marktplätzen, Selbstständige und kleine Betriebe mit Steuerberatung über DATEV, Unternehmen, die E-Rechnungen sicher erstellen und empfangen wollen

    Stärken

    • E-Rechnung als XRechnung und ZUGFeRD erstellen und empfangen
    • Anbindung an Amazon, eBay, Shopify, Shopware, Kaufland, Otto und viele weitere Kanäle

    Schwächen

    • Keine eigene Finanzbuchhaltung: EÜR und Bilanz entstehen bei der Steuerberatung oder in einem Buchhaltungsprogramm
  5. Platz #5

    Accountable

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von Accountable SA

    Auf Selbstständige zugeschnitten: Rechnungen, Buchhaltung und Steuererklärungen in einer App, mit ELSTER-Schnittstelle und DATEV-Export. Server laut Anbieter in der EU.

    Preis ab
    9,90 € pro Monat
    Testphase
    Keine Angabe
    Serverstandort
    EU

    Ideal für: Freiberufler, Einzelunternehmen ohne Angestellte

    Stärken

    • Kostenlose Rechnungsversion
    • Offizielle ELSTER-Schnittstelle und DATEV-Export laut Anbieter

    Schwächen

    • Serverstandort nur als EU angegeben
  6. Platz #6

    Candis

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von Candis GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Spezialist für eingehende Rechnungen im Mittelstand: Empfang, Prüfung, Freigabe und Archivierung, mit DATEV-Schnittstellen. Keine vollständige Buchhaltung und keine Ausgangsrechnungen.

    Preis ab
    389,00 € pro Monat
    Testphase
    30 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Mittelständische Unternehmen mit vielen Eingangsrechnungen, Finanzteams mit Freigabeprozessen

    Stärken

    • Empfang, Prüfung und Archivierung von XRechnung und ZUGFeRD
    • DATEV-Dateischnittstellen in allen Paketen

    Schwächen

    • Hoher Einstiegspreis ab 389 € pro Monat
  7. Platz #7

    DATEV Unternehmen online

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von DATEV eG

    Anbieter aus Deutschland

    Plattform für Unternehmen, deren Steuerberatung mit DATEV arbeitet. Belege werden im DATEV-Rechenzentrum abgelegt und GoBD-konform archiviert. Ohne DATEV-Kanzlei nicht nutzbar.

    Preis ab
    11,56 € pro Monat
    Testphase
    Keine Angabe
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Unternehmen mit DATEV-Kanzlei, Betriebe, die Belege digital an die Steuerberatung geben

    Stärken

    • Direkte Zusammenarbeit mit der DATEV-Kanzlei
    • GoBD-konforme Archivierung in Belege online

    Schwächen

    • Nur über ein DATEV-Mitglied nutzbar
  8. Platz #8

    FastBill

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von FastBill GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Frankfurter Rechnungsprogramm mit Belegerfassung, Umsatzsteuervoranmeldung ohne eigenes ELSTER-Zertifikat und DATEV-Anbindung. Die Automatik für Bankabgleich und Mahnwesen gibt es erst im teuersten Tarif.

    Preis ab
    9,00 € pro Monat
    Testphase
    14 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Freelancer und Selbstständige mit Steuerberatung, Agenturen und Beratungen mit wiederkehrenden Rechnungen, Kleine GmbHs und UGs mit bis zu fünf Nutzern

    Stärken

    • Umsatzsteuervoranmeldung schon im kleinsten Tarif, Übermittlung ohne ELSTER-Zertifikat
    • E-Rechnung als ZUGFeRD und XRechnung in allen Tarifen

    Schwächen

    • Automatischer Bankabgleich, Belegimport und Mahnwesen erst in Premium ab 53 € im Monat
  9. Platz #9

    Papierkram

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von odacer finanzsoftware GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Günstige Cloudbuchhaltung mit dauerhaft kostenloser Version und Rechenzentren in Frankfurt und Hamburg. Zu DATEV und ELSTER fanden wir auf den Anbieterseiten keine Angaben.

    Preis ab
    12,90 € pro Monat
    Testphase
    Keine Angabe
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Freiberufler, Kleine Teams mit kleinem Budget

    Stärken

    • Kostenlose Version für Einsteiger
    • Rechenzentren in Deutschland laut Anbieter

    Schwächen

    • Keine Angaben zu DATEV und ELSTER gefunden
  10. Platz #10

    Sage 50

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von Sage GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Gestandene Windows-Software, die Buchhaltung, Warenwirtschaft und Bestellwesen verbindet. Stark für Handel und kleine Teams mit Lager, aber erst ab zwei Arbeitsplätzen buchbar.

    Preis ab
    35,00 € pro Nutzer und Monat
    Testphase
    30 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Kleine Handelsbetriebe mit Lager, Teams, die lokal unter Windows arbeiten wollen

    Stärken

    • Buchhaltung, Warenwirtschaft und Bestellwesen in einem Programm
    • E-Rechnungen als XRechnung und ZUGFeRD senden und empfangen laut Anbieter

    Schwächen

    • Nur für Windows
  11. Platz #11

    Sage Active

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von Sage GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Junge Cloudlösung von Sage, die Auftragsbearbeitung, doppelte Buchführung und Lohn für kleine Betriebe bündelt. E-Rechnungen kommen laut Anbieter herein, der Versand folgt erst.

    Preis ab
    25,00 € pro Monat
    Testphase
    30 Tage
    Serverstandort
    Keine Angabe

    Ideal für: Kleine Unternehmen mit Bilanzierung, Betriebe, die Lohn und Buchhaltung bündeln wollen

    Stärken

    • Doppelte Buchführung mit SKR03 und SKR04 plus EÜR in einem Tarif
    • Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER und DATEV-Export laut Anbieter

    Schwächen

    • E-Rechnungen werden laut Anbieter bisher nur empfangen, der Versand folgt
  12. Platz #12

    Sage Intacct

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von Sage GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Finanzplattform für Finance-Teams in Unternehmensgruppen: Konsolidierung, KI-gestützter Rechnungseingang und Abschluss-Assistent. Ab 1.390 € im Monat, laut Anbieter GoBD zertifiziert und nach ISO 27001.

    Preis ab
    1.390,00 € pro Monat
    Testphase
    Keine Angabe
    Serverstandort
    Keine Angabe

    Ideal für: Unternehmensgruppen mit mehreren Gesellschaften, Finance-Teams, die Excel-Konsolidierung ablösen wollen

    Stärken

    • Konsolidierung mehrerer Gesellschaften in einem System
    • Öffentliche Preisliste mit Einzelpreisen für Erweiterungen

    Schwächen

    • Einstiegspreis von 1.390 € pro Monat ohne Implementierung
  13. Platz #13

    WISO MeinBüro

    Redaktionswertung 4,1 von 5

    von Buhl Data Service GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Breites Paket von Rechnungen bis Warenwirtschaft, mit ELSTER, DATEV-Export und E-Rechnung. Jahresvertrag mit Umsatzgrenzen in den kleineren Tarifen. Zum Serverstandort fanden wir keine Angabe.

    Preis ab
    10,90 € pro Monat
    Testphase
    14 Tage
    Serverstandort
    Keine Angabe

    Ideal für: Selbstständige mit Warenverkauf, Kleine Handels- und Handwerksbetriebe

    Stärken

    • Tarife bis zur Warenwirtschaft
    • EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER

    Schwächen

    • Nur Jahresverträge auf der Preisseite
  14. Platz #14

    Collmex

    Redaktionswertung 3,9 von 5

    von Collmex GmbH

    Anbieter aus Deutschland

    Sehr günstige Cloudlösung von Buchhaltung bis Komplettpaket, monatlich kündbar, Rechenzentrum in Köln. Schwachpunkt ist die E-Rechnung: XRechnung erstellt Collmex laut eigener FAQ nicht.

    Preis ab
    8,95 € pro Monat
    Testphase
    30 Tage
    Serverstandort
    Deutschland

    Ideal für: Kostenbewusste Kleinbetriebe, Vereine

    Stärken

    • Kostenlose Version und niedrige Monatspreise
    • Monatlich kündbar

    Schwächen

    • Kein Export als XRechnung

Die 6 bestbewerteten Programme im Vergleich

Buchhaltungssoftware: Vergleich der 6 bestbewerteten Programme
KriteriumLexware OfficeRedaktionswertung 4,4 von 5sevdeskRedaktionswertung 4,3 von 5BuchhaltungsButlerRedaktionswertung 4,2 von 5easybillRedaktionswertung 4,2 von 5AccountableRedaktionswertung 4,1 von 5CandisRedaktionswertung 4,1 von 5
Preise
Einstiegspreis7,90 €pro Monat9,90 €pro Monat29,90 €pro Monat9,00 €pro Monat9,90 €pro Monat389,00 €pro Monat
Kostenlose Version
Kostenlose Testphase30 TageKeine Angabe14 Tage7 TageKeine Angabe30 Tage
Deutschland-Check
ServerstandortDeutschlandDeutschlandDeutschlandDeutschlandEUDeutschland
Auftragsverarbeitung (AVV)
GoBD
XRechnung
ZUGFeRD
ISO 27001
Schnittstellen
DATEV
ELSTER
Support und Nutzung
Support auf Deutsch
Mobile App
  • erfüllt
  • teilweise erfüllt
  • nicht erfüllt
  • keine Angabe

Preise und Wertungen im Überblick

Einstiegspreise

Am günstigsten startet Lexware Office mit 7,90 € im Monat.

Günstigster kostenpflichtiger Tarif, netto pro Monat, bei Preisen pro Nutzer für einen Nutzer. Stand 22. Oktober 2026

Preis und Wertung

Lexware Office hat die höchste Wertung (4,4) und zugleich den günstigsten Einstieg.

Je weiter links und oben, desto mehr Wertung für weniger Geld. Preisachse logarithmisch, weil die Preise weit auseinanderliegen. Stand 22. Oktober 2026
Kaufberatung Buchhaltung

Buchhaltungssoftware kaufen: Worauf es in Deutschland wirklich ankommt

EÜR oder Bilanz, selbst buchen oder mit Kanzlei, E-Rechnung und DATEV: So finden Sie die Buchhaltungssoftware, die zu Ihrem Unternehmen passt.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Klären Sie zuerst die Arbeitsteilung mit der Steuerberatung. Sie entscheidet mehr über die passende Software als jede Funktionsliste.

  2. E-Rechnung in beiden Richtungen ist Pflichtprogramm: Empfang seit 2025, Versand spätestens ab 2027 oder 2028.

  3. „DATEV-Schnittstelle“ heißt nicht überall dasselbe. Fragen Sie Ihre Kanzlei, welche Übergabe sie erwartet.

  4. Achten Sie bei den Preisen auf enthaltene Nutzer, Laufzeit, Umsatzgrenzen und Aktionspreise, die nach einigen Monaten enden.

Eine Buchhaltungssoftware für ein deutsches Unternehmen muss mehr können als Zahlen addieren. Sie erfasst Belege so, dass sie acht Jahre unverändert vorliegen, bereitet die Umsatzsteuervoranmeldung für ELSTER vor, gibt der Steuerberatung die Daten in einer Form, die deren Programm versteht, und sie muss E-Rechnungen empfangen und bald auch versenden. Die Programme in unserem Vergleich lösen diese Aufgaben sehr unterschiedlich. Welche Lösung passt, hängt vor allem von drei Fragen ab, die Sie vor jedem Test beantworten sollten.

Drei Fragen vor der Auswahl

Wer bucht? Viele kleine Unternehmen erfassen Belege und schreiben Rechnungen selbst, die eigentliche Buchführung und den Abschluss übernimmt die Kanzlei. Andere buchen alles selbst und geben nur den Jahresabschluss ab. Im ersten Fall zählt vor allem die saubere Übergabe an die Kanzlei, im zweiten der volle Funktionsumfang bis zur Auswertung.

EÜR oder Bilanz? Selbstständige und viele Einzelunternehmen ermitteln den Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung. Kapitalgesellschaften und größere Kaufleute bilanzieren mit doppelter Buchführung. Nicht jedes Programm kann beides, und manche Tarife beschränken sich auf die EÜR.

Wie arbeitet Ihre Steuerberatung? Die meisten Kanzleien in Deutschland arbeiten mit DATEV. Ob Sie Daten als Datei exportieren, über eine Online-Schnittstelle übertragen oder direkt in einer DATEV-Umgebung arbeiten, sollten Sie mit der Kanzlei abstimmen, bevor Sie sich festlegen.

Die Typen von Buchhaltungssoftware in unserem Vergleich

Die bewerteten Programme lassen sich grob in fünf Gruppen einteilen. Die Grenzen sind fließend, aber die Einteilung hilft beim ersten Eingrenzen.

  • Cloudbuchhaltung für Selbstständige und kleine Betriebe: Lexware Office, sevdesk, Papierkram, Accountable und Collmex verbinden Rechnungen, Belege, Bank und Umsatzsteuer im Browser. Einige bieten einen dauerhaft kostenlosen Einstieg.
  • Arbeiten im DATEV-Umfeld: DATEV Unternehmen online richtet sich an Betriebe, deren Kanzlei mit DATEV arbeitet, und setzt diese Zusammenarbeit voraus.
  • Automatisierung und Rechnungseingang: BuchhaltungsButler setzt auf automatische Zuordnung von Belegen. Candis ist auf eingehende Rechnungen mit Freigabeprozessen spezialisiert und ersetzt keine vollständige Buchhaltung.
  • Desktopsoftware mit Warenwirtschaft: Sage 50 und WISO MeinBüro verbinden Buchhaltung mit Auftragswesen und Lager, Sage 50 als Windows-Programm.
  • Finanzplattform für Unternehmensgruppen: Sage Intacct richtet sich an Finanzteams mit mehreren Gesellschaften und Konsolidierung.

Eine Übersicht mit Wertungen und Einstiegspreisen finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

Belege, Bank und Umsatzsteuer: der Alltag

Im Alltag entscheidet sich die Qualität einer Buchhaltungssoftware an wenigen Abläufen, die jede Woche wiederkehren. Prüfen Sie sie im Testzeitraum mit echten, anonymisierten Fällen:

  1. Belegerfassung: Wie kommen Belege ins System? Per App-Foto, per E-Mail-Weiterleitung, per Upload? Wie gut erkennt die Software Betrag, Datum und Lieferant?
  2. Bankabgleich: Werden Umsätze automatisch abgerufen und Belegen zugeordnet? Wie viel Handarbeit bleibt bei Sammelüberweisungen oder Teilzahlungen?
  3. Ausgangsrechnungen: Fortlaufende Nummern, Vorlagen, Mahnwesen, Gutschriften und Stornos ohne Umwege.
  4. Umsatzsteuer: Voranmeldung direkt an ELSTER oder Übergabe an die Kanzlei? Unterstützt das Programm die Steuersätze und Sonderfälle, die bei Ihnen vorkommen, etwa innergemeinschaftliche Leistungen?
  5. Auswertungen: Betriebswirtschaftliche Auswertung, offene Posten, Liquidität. Für die Geschäftsführung oft der eigentliche Nutzen.

E-Rechnung: Empfang heute, Versand bald

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle inländischen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Beim Ausstellen gilt eine Übergangszeit: Wer im Vorjahr mehr als 800.000 € umgesetzt hat, muss ab 2027 E-Rechnungen ausstellen, ab 2028 gilt das für alle. Kleinunternehmer sind vom Ausstellen ausgenommen.

Eine Buchhaltungssoftware sollte deshalb XRechnung und ZUGFeRD empfangen, prüfen und erstellen können, und zwar in dem Tarif, den Sie buchen. Nicht alle Programme erfüllen das schon vollständig. Collmex erstellt laut eigener FAQ keine XRechnung, bei Sage Active kommen E-Rechnungen laut Anbieter herein, der Versand folgt erst. Den Stand jedes Programms sehen Sie im Deutschland-Check des Profils. Hintergründe stehen im Ratgeber E-Rechnungspflicht.

GoBD und Aufbewahrung

Buchungsbelege müssen seit 2025 acht Jahre aufbewahrt werden, Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre. Für die Software heißt das: unveränderbares Belegarchiv, Änderungsprotokoll, Festschreibung abgeschlossener Perioden und ein vollständiger Export, auch nach einer Kündigung. Ein „GoBD-Zertifikat“ der Finanzverwaltung gibt es nicht. Wenn ein Anbieter von Zertifizierung spricht, ist meist das Testat eines Wirtschaftsprüfers gemeint. Mehr dazu im Ratgeber GoBD und Aufbewahrungsfristen.

DATEV: Was hinter der Schnittstelle steckt

„DATEV-Schnittstelle“ ist eines der häufigsten Versprechen auf Produktseiten, und eines der ungenauesten. Grundsätzlich gibt es zwei Wege: einen Dateiexport im DATEV-Format, den die Kanzlei importiert, und eine Online-Übertragung über Schnittstellen, die DATEV für Partner bereitstellt. Wichtig ist außerdem, ob nur Buchungssätze übergeben werden oder auch die Belegbilder, damit die Kanzlei nicht nachfragen muss.

Fragen Sie den Anbieter deshalb konkret: Welche Daten gehen in welchem Format an die Kanzlei, und in welchem Tarif ist das enthalten? Und fragen Sie Ihre Kanzlei, welchen Weg sie bevorzugt. Bei Papierkram haben wir auf den Anbieterseiten zu DATEV und ELSTER keine Angaben gefunden, was für die Zusammenarbeit mit einer DATEV-Kanzlei ein Prüfpunkt ist.

Preise richtig lesen

Die Einstiegspreise in unserem Vergleich reichen von kostenlosen Tarifen bis zu Finanzplattformen mit vierstelligen Monatsbeträgen. Für die meisten kleinen Unternehmen liegen die relevanten Tarife im zweistelligen Bereich pro Monat. Wichtiger als der Einstiegspreis sind vier Details:

  • Enthaltene Nutzer: Viele Tarife gelten für eine Person, weitere Nutzer kosten extra. Bei Lexware Office nennt die Preisseite die Zahl der enthaltenen Nutzer nicht.
  • Laufzeit: Manche Programme sind monatlich kündbar, andere laufen ein Jahr und verlängern sich automatisch, etwa WISO MeinBüro. Candis bietet Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten.
  • Grenzen bei Umsatz und Belegen: Kleinere Tarife begrenzen bei einigen Anbietern Umsatz, Rechnungen oder Belege.
  • Aktionspreise: Rabatte für die ersten Monate sind verbreitet. Rechnen Sie mit dem regulären Preis.

In den Profilen stehen alle Tarife mit Stand und Quelle, bei vielen Programmen auch die Kosten für mehrere Nutzer.

Wechsel und Einführung

Der beste Zeitpunkt für einen Wechsel ist der Jahreswechsel, weil dann keine unterjährigen Salden übernommen werden müssen. Ist das nicht möglich, klären Sie mit der Kanzlei, wie Eröffnungswerte und offene Posten übertragen werden. Drei Punkte werden oft vergessen:

  • Altdaten: Die Belege und Buchungen der Vorjahre müssen weiter vorgelegt werden können. Exportieren Sie sie vollständig, bevor Sie das alte Programm kündigen.
  • Rechnungsnummern: Der Nummernkreis muss fortlaufend bleiben. Legen Sie im neuen System den nächsten Startwert fest.
  • Verfahrensdokumentation: Neue Abläufe gehören in die Dokumentation, die die GoBD verlangen.

Checkliste für die Auswahl

  1. Arbeitsteilung mit der Kanzlei geklärt und Übergabeweg abgestimmt?
  2. EÜR oder Bilanz im gewünschten Tarif enthalten?
  3. E-Rechnung empfangen, prüfen und erstellen im gewünschten Tarif?
  4. Belegerfassung und Bankabgleich mit eigenen Fällen getestet?
  5. Umsatzsteuervoranmeldung über ELSTER oder über die Kanzlei geregelt?
  6. Änderungsprotokoll, Festschreibung und vollständiger Export vorhanden?
  7. Serverstandort und Vertrag zur Auftragsverarbeitung geprüft?
  8. Kosten für Ihre Nutzerzahl über drei Jahre gerechnet, ohne Aktionsrabatt?

Häufige Fragen

Ratgeber

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  4. 25.000 € im Vorjahr, 100.000 € im laufenden Jahr: Die Kleinunternehmerregelung gilt seit 2025 neu. Was das für Rechnungen, E-Rechnung und Software heißt.

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