Preis-Leistungs-Tipp
Redaktionswertung 4,1 von 5Beste Wertung bei Preis-Leistung unter allen Programmen ab 4,0.
Preis-Leistungs-Tipp
Redaktionswertung 4,1 von 5Beste Wertung bei Preis-Leistung unter allen Programmen ab 4,0.
Beste Wahl für Selbstständige
Redaktionswertung 4,1 von 5Höchste Wertung unter den Programmen für Selbstständige und Kleinstbetriebe.
Beste Wahl für den Mittelstand
Redaktionswertung 4,2 von 5Höchste Wertung unter den Programmen für 50 bis 249 Mitarbeitende.
Sortiert nach Redaktionswertung
4 Ergebnisse
Platz #1
von DATEV eG
Anbieter aus DeutschlandDie Lohnsoftware der DATEV für Unternehmen, die selbst abrechnen und eng mit ihrer Steuerkanzlei arbeiten. Fachlich sehr tief, Preise nur auf Anfrage über DATEV oder die Kanzlei.
Ideal für: Unternehmen mit DATEV-Kanzlei, Lohnbüros mit vielen Sonderfällen
Platz #2
von Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
Anbieter aus DeutschlandVerbreitete Lohnsoftware für kleine und mittlere Betriebe, die selbst abrechnen. Vier Stufen von 31,90 € bis 95,40 € im Monat, als Windows-Programm.
Ideal für: Kleine Betriebe mit eigener Lohnabrechnung, Lohnbüros, die mehrere Firmen betreuen
Platz #3
von Sage GmbH
Anbieter aus DeutschlandEtablierte Personalsoftware für den Mittelstand: Entgeltabrechnung mit komplexen Fällen wie Kurzarbeit und Altersteilzeit, Zeitmanagement, Reisekosten und Bewerbermanagement als Module.
Ideal für: Mittelständler mit eigener Entgeltabrechnung, Personalabteilungen mit komplexen Tarifen
Platz #4
von Sage GmbH
Anbieter aus DeutschlandSchlanke Cloud-Lohnabrechnung für kleine Betriebe mit bis zu 150 Mitarbeitenden. Transparente Preise mit fünf Mitarbeitenden im Grundpreis, HR-Funktionen je nach Tarif.
Ideal für: Kleine Betriebe, die den Lohn selbst abrechnen, Gründer mit ersten Mitarbeitenden
| Kriterium | ||||
|---|---|---|---|---|
| Preise | ||||
| Einstiegspreis | Preis auf Anfrage | 31,90 €pro Monat | 19,00 €pro Monat | 20,00 €pro Monat |
| Kostenlose Version | ||||
| Kostenlose Testphase | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | 30 Tage |
| Deutschland-Check | ||||
| Serverstandort | Keine Angabe | Keine Angabe | Deutschland | Keine Angabe |
| Auftragsverarbeitung (AVV) | ||||
| GoBD | ||||
| XRechnung | ||||
| ZUGFeRD | ||||
| ISO 27001 | ||||
| Schnittstellen | ||||
| DATEV | ||||
| ELSTER | ||||
| Support und Nutzung | ||||
| Support auf Deutsch | ||||
| Mobile App | ||||
Am günstigsten startet Sage HR Suite mit 19,00 € im Monat.
Sage HR Suite hat die höchste Wertung (4,1) und zugleich den günstigsten Einstieg.
Von Wolfram Eschenbach · 4 Min. Lesezeit · Stand 22. Oktober 2026
Lohnabrechnung: selbst abrechnen oder Kanzlei, und worauf es bei der Software ankommt
Systemgeprüfte Software, Meldungen, eAU, Mindestlohn 2027 und Sonderfälle: Was Lohnsoftware können muss und wann die Kanzlei die bessere Wahl ist.
Das Wichtigste in Kürze
Wer selbst abrechnet, muss Meldungen und Beitragsnachweise aus systemgeprüfter Software übermitteln. Fragen Sie den Anbieter nach der Systemprüfung.
Krankmeldungen gesetzlich Versicherter rufen Arbeitgeber seit 2023 elektronisch ab. Die Software sollte den eAU-Abruf mitbringen.
Zum 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 €, die Minijob-Grenze auf 633 €. Die Software muss Grenzwerte zuverlässig aktualisieren.
Prüfen Sie Sonderfälle vor dem Kauf: Baulohn, Kurzarbeit, Altersteilzeit, Betriebsrenten. Nicht jedes Programm deckt sie ab.
Die Lohnabrechnung ist die Aufgabe, bei der Fehler am schnellsten auffallen: bei den Beschäftigten, bei den Krankenkassen und beim Finanzamt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Software. Bevor Sie Programme vergleichen, steht deshalb eine grundsätzliche Frage: Wollen Sie überhaupt selbst abrechnen?
Viele kleine Betriebe lassen den Lohn von der Kanzlei abrechnen. Das kostet pro Abrechnung, nimmt Ihnen aber Fachwissen, Fristen und Haftungsrisiken weitgehend ab. Selbst abzurechnen lohnt sich vor allem, wenn
Dazwischen gibt es Mischformen: Sie pflegen Stammdaten und Bewegungsdaten in einer HR-Software, die Kanzlei rechnet ab. Oder Sie rechnen selbst mit einem Programm, das die Kanzlei ebenfalls nutzt und bei Bedarf übernimmt. DATEV Lohn und Gehalt ist auf diese enge Zusammenarbeit mit einem DATEV-Mitglied ausgelegt.
Wer Meldungen zur Sozialversicherung und Beitragsnachweise selbst übermittelt, muss dafür systemgeprüfte Programme oder systemgeprüfte Ausfüllhilfen nutzen. Die Systemprüfung führt die ITSG im Auftrag des GKV-Spitzenverbands durch. Sie richtet sich an die Hersteller, nicht an Sie als Anwender. Ob ein Programm geprüft ist, erfragen Sie beim Hersteller. Das kostenlose SV-Meldeportal ist eine Ausfüllhilfe, aber kein Ersatz für eine Lohnsoftware.
Zum Pflichtumfang einer Lohnsoftware gehören außerdem die Lohnsteuer-Anmeldung über ELSTER, der Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale und die Meldungen an die Sozialversicherung bei Eintritt, Austritt und zum Jahresende.
Seit dem 1. Januar 2023 rufen Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsdaten gesetzlich versicherter Beschäftigter elektronisch bei der Krankenkasse ab. Eine Papierbescheinigung müssen diese Beschäftigten nicht mehr vorlegen. Für jeden Fall müssen Sie den Abruf einzeln anstoßen. Die Rückmeldungen liegen laut AOK 42 Tage auf dem Kommunikationsserver und werden dann gelöscht, deshalb sollte die Abholung mindestens wöchentlich erfolgen oder automatisiert sein. Für privat Versicherte gilt das Verfahren nicht.
Für die Software heißt das: Der eAU-Abruf sollte integriert sein, die Antworten sollten automatisch abgeholt und der richtigen Person zugeordnet werden.
Lohnsoftware muss Grenzwerte zuverlässig und rechtzeitig aktualisieren. Für die nächste Umstellung zum Jahreswechsel sind diese Werte bekannt:
| Wert | 2026 | Ab 1. Januar 2027 |
|---|---|---|
| Gesetzlicher Mindestlohn pro Stunde | 13,90 € | 14,60 € |
| Verdienstgrenze im Minijob pro Monat | 603 € | 633 € |
Die Minijob-Grenze ist seit Oktober 2022 an den Mindestlohn gekoppelt. Steigt der Mindestlohn, ändert sich auch die Grenze. Prüfen Sie zum Jahreswechsel, ob Minijobs mit festen Stunden noch unter der Grenze bleiben.
Für einfache Monatsgehälter reicht fast jede geprüfte Lohnsoftware. Unterschiede zeigen sich bei Sonderfällen. Erstellen Sie eine Liste der Fälle, die bei Ihnen vorkommen, und lassen Sie sich die Abrechnung zeigen:
Die Preismodelle unterscheiden sich stark. Lexware lohn+gehalt ist ein Windows-Programm mit vier Stufen zwischen 31,90 € und 95,40 € im Monat. Sage Lohnabrechnung läuft in der Cloud und enthält im Grundpreis fünf Mitarbeitende, ausbaubar bis 150. Sage HR Suite lizenziert in Paketen zu 25 Mitarbeitenden. DATEV nennt für Lohn und Gehalt keine öffentlichen Preise. Rechnen Sie neben der Lizenz mit Schulung und gegebenenfalls Unterstützung bei der Einrichtung.
Der Jahreswechsel ist der beste Zeitpunkt für einen Wechsel, weil die Jahreswerte für Lohnsteuer und Sozialversicherung dann neu beginnen. Ein Wechsel mitten im Jahr ist möglich, verlangt aber die vollständige Übernahme der bisherigen Jahreswerte jeder Person. Planen Sie in jedem Fall einen Parallellauf von mindestens einem Monat, in dem Sie die Ergebnisse von altem und neuem System vergleichen.
Quellen
Techniker Krankenkasse: Entgeltabrechnungsprogramme prüfen (öffnet in neuem Tab), abgerufen am 22. Oktober 2026
AOK: eAU, die elektronische AU-Bescheinigung (öffnet in neuem Tab), abgerufen am 22. Oktober 2026
Bundesregierung: Fragen und Antworten zum Mindestlohn (öffnet in neuem Tab), abgerufen am 22. Oktober 2026
Minijob-Zentrale: Minijob mit Verdienstgrenze (öffnet in neuem Tab), abgerufen am 22. Oktober 2026
Anforderungen klären, Kandidaten eingrenzen, richtig testen und den Vertrag prüfen: ein Leitfaden für die Softwareauswahl im Mittelstand, mit Checklisten.
5 Min. Lesezeit · 22. Oktober 2026
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